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Gaststätte Bruns |
Gaststätte
Bruns KG |
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Die Gaststätte Bruns
heißt Sie willkommen.
Bericht der "Schaumburger
Nachrichten" vom 01.02.2008. „Bruns’ Hähnchen sind am besten“Stadthagen. Die Gaststätte „Bruns“ befindet sich in vierter und fünfter Generation. Sie wurde 1865 vom Ururgroßvater des jetzigen Inhabers in Niedernwöhren gegründet und ist bis heute in Familienbesitz geblieben. Im April 1914 wurde das Gebäude in Nordsehl vom Großvater Ernst Bruns gekauft – und die Gaststätte dort weitergeführt. Der Senior und Gastwirt, Wilhelm Bruns, wurde 1936 geboren. Er ist in der Schaumburger Tradition stark verwurzelt und steht noch heute gerne hinter dem Tresen. Der Beruf wird dem Rentner zum Hobby.Als 30-Jähriger lernte Bruns 1965 die 25-jährige Marga, eine Österreicherin, in Bad Pyrmont kennen. Deren gesundes Selbstvertrauen und offenes Wesen hatten es ihm angetan. 1967 folgte die Heirat. Schnell lebte sich die Österreicherin in den Gaststättenbetrieb ein. Mit der dazugehörenden Landwirtschaft konnte sie sich nicht anfreunden, aber dafür hatte sie guten Kontakt zu den Gästen. Aus der Ehe sind zwei Mädchen, Kerstin und Britta hervorgegangen. Kerstin liebt als Köchin die Gastronomie und geht ganz darin auf. Britta, wohnhaft in Berlin, engagiert sich als Redakteurin und ist sehr zielstrebig. Senior Bruns hat drei Enkelkinder: Hauke (fünf Jahre), Malte (drei Jahre) und Willi (ein Jahr). Ganz besonders strahlen die Augen des Erzählers, wenn er den Namen Willi erwähnt. Hilfe in der „Bruns KG“ Nachdem seine Ehefrau Marga 2001 gestorben war, hat sich der Senior vor zwei Jahren bewusst ein wenig aus dem aktiven Gaststättengeschäft zurückgezogen. Seine älteste Tochter und der Schwiegersohn führen den Betrieb jetzt unter dem Namen „Bruns KG“. Zusätzliche Hobbys hat der Gastwirt nicht. Mit ganzem Herzen und großer Freude an den Enkelkindern bringt sich der Senior weiterhin in die Gastronomie ein. Der Tochter und dem Schwiegersohn steht er mit Rat und Tat sowie fachlichem Können zur Seite. Tochter Kerstin teilt mit, dass ein Essenausfall zur Mittagszeit im Altenheim eingetreten ist. Sie hat deshalb sehr viel zu tun, denn in einer Stunde sollen 84 Hähnchen geliefert werden – kein Problem. Die Hähnchen aus Westfalen werden stets frisch geliefert. Wie sah die Gaststätte in den zurückliegenden Jahren aus? Hat sich da viel verändert? „Der große Saal war schon immer vorhanden. Wir hatten auch früher bereits Gästezimmer und zur damaligen Zeit einen Pferdestall. Die auswärtigen Viehzüchter und Bauern, die wegen des Stadthäger Viehmarktes anreisten, übernachteten bei uns. Selbstverständlich wurden ihre Pferde versorgt. Neben unserer Gaststätte führten wir einen Gemischtwaren-Laden. In der schlechten Zeit holten sich die Arbeiter der Firma Rentrop Kekse und die altbekannten Himbeeren-Bonbons. Nicht zu vergessen“, erzählt Bruns, „ist die Holzversteigerung. Das schaumburg-lippische Eichen- und Buchenholz hatte einen guten Namen. Die Anlieferer waren die Förster und Abnehmer die holzverarbeitenden Betriebe im Schaumburger Land und weit darüber hinaus. Das Fürstenhaus von Schaumburg-Lippe war der Hauptverkäufer. Die Auktion dauerte jedes Jahr zwei Tage. Im Saal waren vier Reihen aufgebaut mit etwa 120 Verkäufern.“ Silberkugel erinnert an Tanzabende Gerne erinnert sich Bruns an die zurückliegenden Bälle zu Weihnachten, Silvester und anderen Feiertagen. „Und von 1960 bis 1970 hatten wir alle drei bis vier Wochen Tanzveranstaltungen. Von 19.30 bis 3.30 Uhr dauerten sie. Immer am ersten Sonnabend im Februar fand der Wintersängerball statt. Die Kapelle ‚Ricodas‘ war besonders gut auf alle Tänze abgestimmt. Auch die ‚Loving Hearts‘ und ‚Classics‘ waren dabei.“ Die Feste und Bälle hätten damals dem Kennenlernen gedient. „Etwa 300 Gäste im Alter von 18 bis 35 Jahren waren stets mit viel Schwung dabei. Zwischendurch spielten auch die ‚Bückeburger Jäger‘. Eine Erinnerung an die alte Zeit ist die Silberkugel, die im großen Saal seit 1965 hängt. Sie bietet einen Spiegel-Licht-Effekt und dreht sich dabei“, erinnert sich Bruns. Ein besonderes Erlebnis war die Verlosung auf einem Silvesterball. Es gab Krapfen, und in einem davon war das Los mit dem Hauptgewinn – ein Ferkel. An diese Gaudi erinnern sich heute noch viele Gäste. „Meine Gaststätte,“ sagt frühere Inhaber, „ist über die Hähnchen bekannt geworden. Inzwischen sind es 40 Jahre. Die Bälle sind zurückgegangen, aber die Hähnchen haben weiterhin ihren Zuspruch. Die Gaststätte ist mein Leben. Sie sehen an dem Mobiliar, dass sich in den Jahren nichts daran geändert hat und in Zukunft auch nicht ändern wird. Das alte Telefon habe ich vor 15 Jahren erstanden. Die Theke mit der roten Holzfläche ist allen Gästen vertraut.“ Auf seinem Auto steht: „Bruns Hähnchen schmecken besser.“ Die Augen des Wirtes strahlen: „Der Spruch hat seine Geschichte. Ich bin einmal hinter einem Lastwagen hergefahren, auf dessen Rückwand groß und deutlich stand: ‚Bad Pyrmont ist besser‘. Daraufhin habe ich den Spruch für uns umgewandelt.“ Lydia Lammermann-Henning Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion der Schaumburger Nachrichten.
Veröffentlicht am 01.02.2008 20:04 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 01.02.2008 20:06 Uhr
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